Cozy Cloud

Cozy Cloud: Deine persönliche Cloud unter eigener Kontrolle

Eckpunkte

  • Lizenz: AGPL v3 (Open Source)
  • Linux Abstammung: Unabhängig (läuft auf Debian, Ubuntu, Arch Linux u. a.)
  • Computer Architekturen: x86-64, ARM64 (z. B. Raspberry Pi)
  • Link zum Hersteller: cozy.io

Kurzbeschreibung

Cozy Cloud ist eine Open-Source-Plattform für die Selbsthosting von persönlichen Daten wie Dateien, Kontakten, Kalendern und Finanzen. Sie ermöglicht es, Webdienste wie Online-Banking (via Konnectors), E-Mail, Cloud-Speicher und mehr in einer privaten, übersichtlichen Oberfläche zu bündeln. Cozy kann auf einem eigenen Server oder VPS installiert werden und bietet eine App-Store-ähnliche Erweiterung durch Community-Apps. Die Plattform ist in Go geschrieben (früher Node.js) und läuft containerisiert oder klassisch. Sie unterstützt SSL-Verschlüsselung, Daten-Synchronisation und WebDAV.

Datenschutz und DSGVO

Da Cozy Cloud selbst gehostet wird, verbleiben alle Daten lokal auf dem eigenen Server. Es erfolgt keine Datensammlung durch den Hersteller. Die Quellcode-Transparenz und Kontrolle über die Infrastruktur ermöglichen eine DSGVO-konforme Nutzung, sofern technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Backups, Zugriffskontrolle) eingehalten werden.

Hardware mindestens Vorraussetzung

Mindestens: 1 GHz CPU, 1 GB RAM, 20 GB Speicher (z. B. Raspberry Pi 3 oder kleiner VPS) Empfohlen: 2 GHz CPU, 2 GB RAM, SSD für bessere Performance

Accountzwang oder Registrierungszwang beim Hersteller

Nein, es besteht kein Registrierungszwang. Cozy Cloud kann vollständig offline und ohne Verbindung zu cozy.io betrieben werden. Die offizielle Webseite dient lediglich als Informations- und Downloadquelle.

Empfohlener Einsatzzweck

Cozy Cloud eignet sich ideal als private Home-Cloud für Nutzer, die ihre Daten kontrollieren, zentralisieren und vor Fremdzugriff schützen möchten. Besonders nützlich ist sie für die Automatisierung von Finanzdaten, Dateiablage und die Integration mehrerer Online-Dienste in einer sicheren Umgebung.

Bewertung

Positiv

  • Volle Kontrolle über Daten durch Selbsthosting.
  • Open Source und transparent.
  • App-Store mit nützlichen Konnektoren (z. B. Banking).

Neutral

  • Installation erfordert technisches Grundwissen.
  • Geringere Performance auf schwacher Hardware.
  • Community-Entwicklung langsamer als bei kommerziellen Anbietern.

Negativ

  • Keine native Mobile-App (nur Web-App).
  • Eingeschränkte Drittanbieter-Integration im Vergleich zu Google oder Microsoft.
  • Kein automatisches Backup im Standardpaket.

Schwierigkeitsgrad für Anwender

Cozy Cloud ist für technisch interessierte Einsteiger machbar, besonders mit Docker-Installationen wie easy-cozy. Für absolute Anfänger ist die Einrichtung jedoch anspruchsvoll und erfordert Linux-Grundkenntnisse.